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Luftaufnahme der Playa de Formentor mit türkisfarbenem Wasser und der Bucht von Pollença auf Mallorca
Reiseführer

Formentor-Leuchtturm: der mediterrane Aussichtspunkt am nördlichsten Ende Mallorcas

7. Januar 202610-15 Min. LesezeitCoral Boats Team
Alles, was du für einen Besuch des Formentor-Leuchtturms wissen musst: über hundertjährige Geschichte, Anreise, Zufahrtsbeschränkungen im Sommer, die besten Aussichtspunkte und der beeindruckende Strand Playa de Formentor. Kompletter Guide zum nördlichsten Punkt Mallorcas.

Das mallorquinische Ende der Welt

Es gibt Orte, die dich daran erinnern, wie klein du eigentlich bist. Der Formentor-Leuchtturm ist einer davon. Er liegt am nördlichsten Punkt Mallorcas, 210 Meter über dem Meeresspiegel, und markiert das Ende einer Halbinsel, die sich wie ein felsiger Finger in das Mittelmeer hinausstreckt. Doch der Leuchtturm ist nur das Ziel. Der Weg dorthin ist bereits ein Erlebnis für sich: eine 18 Kilometer lange Straße, die sich zwischen steilen Klippen hindurchschlängelt, vorbei an atemberaubenden Aussichtspunkten und Panoramen, die an klaren Tagen von der Bucht von Pollença bis zur Insel Menorca reichen. Dieser Winkel im Norden Mallorcas unterscheidet sich deutlich vom Rest der Insel. Hier gibt es keine Urbanisationen, keine Strandbars, keine Reihen von Sonnenschirmen. Nur pure Natur, das unwirkliche Blau des Mittelmeers und dieses Gefühl, am Ende der Welt zu stehen. Jedes Jahr fahren Tausende Reisende die kurvenreiche Straße zum Cap de Formentor entlang – auf der Suche nach genau diesem Stück ungezähmtem Mallorca. Wenn du einen Besuch im Norden der Insel planst, egal ob von Alcudia, Pollença oder einem anderen Ort aus, findest du in diesem Guide alles, was du über den Formentor-Leuchtturm, den Strand Playa de Formentor und die spektakuläre Halbinsel, die beide verbindet, wissen musst.

Geschichte des Formentor-Leuchtturms: über ein Jahrhundert Licht im Mittelmeer

Der Formentor-Leuchtturm stand nicht immer hier. Jahrhundertelang war dieser felsige Zipfel Mallorcas lediglich ein gefährliches Kap, an dem zahlreiche Schiffe an den Felsen zerschellten. Das änderte sich im Jahr 1863, als der Leuchtturm eingeweiht wurde, den wir heute kennen.

Erbaut während der Regierungszeit von Königin Isabella II., war der Leuchtturm für seine Zeit eine bemerkenswerte ingenieurtechnische Leistung. Die Baumaterialien mussten auf Maultieren über kaum vorhandene Wege transportiert werden – in einer so abgelegenen Gegend, dass die Leuchtturmwärter monatelang nahezu vollständig von der Außenwelt abgeschnitten lebten.

Das Licht des Leuchtturms reicht bis zu 20 Seemeilen (etwa 37 Kilometer) weit und weist Schiffen den Weg, die zwischen Mallorca und Menorca einen der meistbefahrenen Seewege des westlichen Mittelmeers nutzen. Über Jahrzehnte hinweg lebten die Leuchtturmwärter und ihre Familien in den angeschlossenen Gebäuden – ein isoliertes Leben, das heute kaum vorstellbar ist.

1962 wurde der Leuchtturm automatisiert, womit fast ein Jahrhundert permanenter menschlicher Präsenz endete. Noch heute schaltet sich das Licht jede Nacht ein, doch die ehemaligen Wohnhäuser der Wärter stehen leer – stille Zeugen einer Lebensweise, die es nicht mehr gibt.

Was sich jedoch nicht geändert hat, ist seine Anziehungskraft. Der Formentor-Leuchtturm gehört weiterhin zu den meistfotografierten Orten Mallorcas, besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Klippen orange färbt, bevor die Sonne im Meer versinkt.

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Anfahrt zum Formentor-Leuchtturm: Straße, Aussichtspunkte und Einschränkungen

Die Fahrt zum Formentor-Leuchtturm ist ein Abenteuer für sich. Die Ma-2210, die die Halbinsel durchquert, gilt als eine der spektakulärsten Straßen Europas – aber auch als eine der anspruchsvollsten. Hier erfährst du alles, was du vor der Fahrt wissen solltest.

1Die Straße zum Cap de Formentor: Schönheit mit Respekt

Die Straße beginnt in Port de Pollença und führt über 18 Kilometer bis zum Leuchtturm. Es sind 18 Kilometer voller enger Kurven, steiler Anstiege, in den Fels gehauener Tunnel und Ausblicke, die dich alle paar hundert Meter anhalten lassen möchten.

Entlang der Strecke gibt es mehrere offizielle Aussichtspunkte, an denen du sicher anhalten kannst. Der bekannteste ist der Mirador des Colomer (auch Mirador de Mal Pas genannt), etwa 7 Kilometer nach dem Start. Von hier aus ist der Blick auf das Felsinselchen Es Colomer und die steil ins Meer abfallenden Klippen schlicht überwältigend.

Weiter vorne findest du weitere ausgeschilderte Aussichtspunkte, jeder mit seiner eigenen Perspektive auf die Küste. Der wichtigste Tipp: keine Eile. Diese Straße will langsam gefahren werden – mit Pausen, wann immer dir danach ist, und offenem Blick für jede Kurve.

Wenn du Mallorca mit dem Auto erkundest, gehört die Formentor-Straße zu den Erlebnissen, die einen Mietwagen absolut rechtfertigen. Allerdings solltest du Erfahrung im Fahren auf Bergstraßen haben: enge Kurven, kaum Seitenstreifen und stellenweise sehr wenig Platz für Gegenverkehr.

2Zufahrtsbeschränkungen im Sommer: das solltest du wissen

Hier kommt eine entscheidende Information, die viele Reisende nicht kennen: In den Sommermonaten ist die Zufahrt mit dem Auto zum Formentor-Leuchtturm eingeschränkt.

Von Juni bis September (die genauen Daten variieren jährlich) ist der letzte Abschnitt der Straße zwischen etwa 10:00 und 19:00 Uhr für den privaten Verkehr gesperrt. Ziel ist es, die Überlastung einer Straße zu reduzieren, die nie für das hohe Verkehrsaufkommen der Hochsaison ausgelegt war.

Während dieser Zeiten erreichst du den Leuchtturm ausschließlich mit dem Shuttlebus, der von Port de Pollença oder vom ausgewiesenen Parkplatz abfährt. Die Fahrt kostet etwa 3–5 € pro Strecke und verkehrt regelmäßig.

Alternativen, um die Beschränkungen zu umgehen:

Früh aufbrechen: Vor 10:00 Uhr ist die Zufahrt mit dem Auto problemlos möglich.
Zum Sonnenuntergang fahren: Nach 19:00 Uhr wird die Straße wieder geöffnet – und das Licht ist ideal für Fotos.
Außerhalb der Saison besuchen: Im Frühling oder Herbst ist die Zufahrt frei und deutlich weniger los.
Mit dem Boot anreisen: Mehrere Anbieter bieten Bootsausflüge vom Hafen von Pollença oder vom Hafen von Alcudia an, die die Küste Formentors vom Meer aus zeigen.

3Mit dem Fahrrad: Mallorcas klassische Radsport-Herausforderung

Für Radsportbegeisterte ist die Auffahrt zum Formentor-Leuchtturm eine der klassischen Herausforderungen Mallorcas. Jeden Frühling kommen Tausende Radfahrer aus aller Welt, um sich dieser Strecke zu stellen.

Der Anstieg von Port de Pollença ist etwa 18 Kilometer lang und weist rund 600 Höhenmeter auf. Es ist nicht der härteste Anstieg der Insel (diesen Titel tragen Puig Major oder Sa Calobra), doch die Kombination aus Kurven, Steigungen und Wind macht ihn anspruchsvoll.

Die Belohnung ist jedoch die Mühe wert: Den Leuchtturm mit dem Fahrrad zu erreichen, mit brennenden Beinen, aber vollem Herzen, ist ein Erlebnis, das Radfahrer ein Leben lang in Erinnerung behalten.

Wenn du mit dem Rad unterwegs bist, starte früh, um Hitze und Verkehr zu vermeiden. Und nimm ausreichend Wasser mit – entlang der Strecke gibt es bis zum Leuchtturm weder Brunnen noch Bars.

Playa de Formentor: weißer Sand und türkisfarbenes Wasser

Bevor du den Leuchtturm erreichst, führt die Straße an einem der schönsten Schätze im Norden Mallorcas vorbei: der Playa de Formentor. Diese halbmondförmige Bucht mit feinem, weißem Sand, umgeben von Pinien, die fast bis ans Wasser reichen, wirkt wie aus einem Karibikkatalog.

Der Strand ist rund 900 Meter lang und zur Bucht von Pollença ausgerichtet. Das bedeutet ruhiges, flaches Wasser – ideal für Familien mit Kindern. Das Türkis des Meeres bildet einen starken Kontrast zum satten Grün der Pinien und schafft ein Postkartenmotiv, das allein schon einen Besuch rechtfertigt.

Am Strand befindet sich das historische Hotel Barceló Formentor (ehemals Hotel Formentor), eines der traditionsreichsten Hotels der Insel. Eröffnet im Jahr 1929, beherbergte es Persönlichkeiten wie Winston Churchill oder Audrey Hepburn. Ein Teil des Strandes ist privat, der Großteil jedoch öffentlich zugänglich.

Serviceangebote an der Playa de Formentor:

Verleih von Liegen und Sonnenschirmen (kostenpflichtig)
Restaurant und Strandbar
Parkplatz (im Sommer kostenpflichtig)
Sehr ruhiges Wasser, ideal zum Baden mit Kindern

Wenn du nach familienfreundlichen Stränden suchst, ist Formentor eine ausgezeichnete Wahl – vorausgesetzt, du kommst früh, um einen Parkplatz zu bekommen. Im Sommer ist dieser schnell voll.

Ein Tipp: Die Playa de Formentor lässt sich perfekt mit einem Besuch des Leuchtturms kombinieren. Verbringe den Vormittag am Strand, iss im Restaurant zu Mittag und fahre am späten Nachmittag zum Leuchtturm hinauf, wenn das Licht am schönsten ist und die Verkehrsbeschränkungen aufgehoben werden.

Entdecke den Norden Mallorcas vom Meer aus

Der Formentor-Leuchtturm und seine Halbinsel sind vom Land aus beeindruckend – doch es gibt noch eine andere Perspektive: vom Meer aus. Mehrere Anbieter bieten Bootsausflüge entlang der Nordküste Mallorcas an, bei denen du die Klippen von Formentor aus einer völlig neuen Sicht erlebst.

Vom Wasser aus offenbaren die Steilklippen der Halbinsel Meereshöhlen, spektakuläre Felsformationen und winzige Buchten, die nur per Boot erreichbar sind. Diese Erfahrung ergänzt den Besuch über die Straße perfekt.

Bei Coral Boats starten unsere Bootsausflüge im Hafen von Alcudia und führen entlang der Küste der Bucht von Alcudia. Dabei zeigen wir dir versteckte Buchten, kristallklares Wasser und Orte, die in keinem Reiseführer stehen. Auch wenn unsere Routen nicht bis nach Formentor reichen, bieten wir dir die Möglichkeit, eine andere Seite des Nordens von Mallorca kennenzulernen – mit Badepausen, Schnorcheln und echtem mediterranem Lebensgefühl.

Wer Formentor gezielt vom Meer aus sehen möchte, findet zudem Ausflüge ab dem Hafen von Pollença, die entlang der Küste der Halbinsel führen. Eine hervorragende Alternative, wenn du die Straße meiden möchtest.

Ganz gleich, wie du diese Region entdeckst: Der Norden Mallorcas erwartet dich mit einigen der spektakulärsten Landschaften des Mittelmeers. Der Formentor-Leuchtturm ist nur die Spitze des Eisbergs – oder besser gesagt, die Spitze der Halbinsel. Es gibt noch viel mehr zu entdecken.

Formentor-Leuchtturm bei Sonnenuntergang mit dramatischen Klippen über dem Mittelmeer
Panoramastraße am Cap de Formentor mit Blick auf die Klippen und das blaue Meer Mallorcas
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