
Was man in Alcúdia unternehmen kann: der ultimative Guide, um den Norden Mallorcas zu entdecken
Warum Alcúdia anders ist als jedes andere Reiseziel auf Mallorca
Es gibt Reiseziele, die man besucht – und Reiseziele, die einen nicht mehr loslassen. Alcúdia gehört zur zweiten Kategorie. An der Nordküste Mallorcas gelegen, vereint diese kleine Stadt etwas, das man auf der Insel selten so gebündelt findet: eine Altstadt mit über 600 Jahren Geschichte, umgeben von mittelalterlichen Stadtmauern, kilometerlange Strände mit weißem Sand, einen charmanten Fischerhafen und eine geschützte Bucht, die wahrscheinlich der beste Ort Mallorcas ist, um das Meer ganz ruhig zu genießen. Aber Alcúdia ist nicht nur eine schöne Postkarte. Es ist der perfekte Ausgangspunkt, um die gesamte Nordküste zu erkunden: von den wilden Klippen der Serra de Tramuntana bis zu den familienfreundlichen Stränden der Playa de Muro – inklusive versteckter Buchten, die du nur mit dem Boot entdecken kannst. Hier treffen Familien auf der Suche nach Ruhe, Paare im Romantik-Urlaub, Freundesgruppen mit Abenteuerlust und Solo-Reisende, die wirklich abschalten wollen, aufeinander. Dieser Guide basiert auf Jahren, die wir hier gelebt haben, und darauf, dass wir jeden Winkel der Gegend kennen. Es ist keine generische Liste mit „Top 10 Sehenswürdigkeiten“. Es ist das, was sich wirklich lohnt – mit praktischen Tipps, damit du jeden Tag optimal nutzt. Los geht’s.
Die Altstadt: Stadtmauern, Geschichte und der authentischste Markt der Insel
Wenn es etwas gibt, das Alcúdia einzigartig macht, dann ist es die ummauerte Altstadt. Anders als in vielen touristischen Orten sind die Mauern hier keine Dekoration: Sie sind echt, begehbar und umschließen ein Labyrinth aus Kopfsteinpflastergassen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Die Stadtmauern von Alcúdia stammen aus dem 14. Jahrhundert und sind die am besten erhaltenen auf Mallorca. Du kannst oben entlanglaufen und den Kontrast zwischen dem mittelalterlichen Inneren und den Bergen rund um die Stadt genießen. Die beste Zeit dafür ist zum Sonnenuntergang, wenn goldenes Licht die Steine färbt und es angenehmer wird – wie wir auch in unserem Guide über den Sonnenuntergang vom Meer aus in Alcúdia erzählen.
Innerhalb der Mauern findest du kleine Handwerksläden, Cafés mit Terrassen und Restaurants, in denen du mallorquinische Küche ohne den Trubel der touristischsten Zonen probieren kannst. Verpasse nicht die Kirche Sant Jaume, das Rathaus mit seinem Uhrturm und die kleine Plaça de la Constitució – perfekt für einen Kaffee.
Aber wenn es einen besonderen Tag für die Altstadt gibt, dann ist es Dienstag oder Sonntag. An diesen Tagen findet der Markt von Alcúdia statt – einer der authentischsten der Insel. Kein reiner Touristenmarkt: Du findest hier Obst und Gemüse aus mallorquinischen Gärten, lokale Wurstwaren, handwerkliche Käsesorten, Sobrasada, frisch gebackene Ensaimadas und saisonale Produkte, die sich je nach Jahreszeit ändern. Komm früh (vor 10 Uhr), um Menschenmassen zu vermeiden und alles in Ruhe zu genießen.
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Neben der Altstadt ist Alcúdia ein Reiseziel, in dem jeder Tag ganz anders aussehen kann. Hier sind die Dinge, die wir nach Jahren vor Ort als unverzichtbar ansehen.
1Die Bucht mit dem Boot erkunden (und entdecken, was man vom Land aus nicht sieht)
Die Bucht von Alcúdia ist eine der größten und am besten geschützten Buchten des Mittelmeers. Vom Strand aus ist sie wunderschön – vom Wasser aus ist sie etwas ganz anderes. Bootsausflüge ermöglichen dir den Zugang zu versteckten Buchten, die du vom Land aus nicht erreichen kannst, das Schwimmen in kristallklarem Wasser abseits der Massen und den Blick auf die Küste aus einer Perspektive, die nur wenige kennen.
Es gibt viele Optionen: von Katamaranen mit Musik und Party-Vibe bis zu schnellen Booten für Abenteuerlustige. Wenn du aber etwas Authentisches und Ruhiges suchst, bieten klassische Holzboote eine völlig andere Erfahrung. In unserem kompletten Guide zu Bootsausflügen auf Mallorca erklären wir die Unterschiede, damit du richtig wählst.
2Playa de Alcúdia und Playa de Muro: kilometerlanger Sand für alle
Die Playa de Alcúdia – zusammen mit der Playa de Muro (eigentlich derselbe Strandabschnitt mit anderem Namen) – gehört zu den längsten Stränden Mallorcas: über 10 Kilometer feiner Sand und seichtes Wasser, ideal für Familien mit Kindern. Wenn du mit Kleinen unterwegs bist, ist unser Guide zu kinderfreundlichen Buchten und Stränden sehr hilfreich.
Der Abschnitt nahe dem Hafen ist belebter und bietet alle Services (Liegen, Strandbars, Wassersport). Wenn du es ruhiger willst, geh Richtung Süden in Richtung Playa de Muro – dort verteilt es sich deutlich. Und wenn du den naturbelassensten Teil suchst, läufst du weiter bis zum Bereich des Naturparks s'Albufera.
3Fahrradroute zum Leuchtturm von Alcanada
Eine der schönsten und zugleich einfachsten Routen der Gegend führt vom Hafen von Alcúdia zur Playa und zum Leuchtturm von Alcanada. Das sind etwa 5 km auf einem flachen Weg entlang der Küste – perfekt mit dem Fahrrad (es gibt Verleih im Hafen) oder sogar zu Fuß.
Alcanada ist ein kleiner Strand aus Fels und Sand mit Blick auf eine winzige Insel, auf der ein weißer Leuchtturm steht – wie aus einer Postkarte. Das Wasser ist hier besonders klar und ein Top-Spot zum Schnorcheln. Mittags kann es etwas voller sein, aber früh morgens oder zum Sonnenuntergang hast du den Ort fast für dich.
4S'Albufera: der wichtigste Naturpark der Balearen
Direkt hinter der Playa de Muro liegt s'Albufera – das größte Feuchtgebiet der Balearen und einer der wichtigsten Naturräume des westlichen Mittelmeers. Perfekt, wenn du leichte Wanderungen, Vogelbeobachtung oder einfach Natur pur suchst.
Es gibt mehrere markierte Routen unterschiedlicher Länge (von 30 Minuten bis zu 3–4 Stunden), die durch Lagunen, Schilfgebiete und Pinienwälder führen. Du musst dich im Besucherzentrum registrieren (kostenlos) und Baden ist verboten, aber die Landschaft ist spektakulär und ganz anders als der Rest der Insel. Wenn du ein Fernglas hast, nimm es mit: Reiher, Flamingos, Fischadler und viele weitere Arten sieht man hier häufig.
5Schnorcheln und Wassersport in der Bucht
Die Gewässer der Bucht von Alcúdia sind durch ihre Ruhe und Klarheit ideal für Wassersport. Neben Baden und Sonnen kannst du Paddle-Surf-Boards, Kajaks oder Jetskis mieten oder Segelkurse machen.
Was wir aber besonders empfehlen, ist Schnorcheln. Die Meereswelt in der Bucht ist überraschend vielfältig: Posidonia-Seegraswiesen, Schwärme von Brassen und Obladen, Oktopusse, Seesterne – und mit etwas Glück sogar eine Schildkröte. Die besten Spots liegen nicht am Hauptstrand, sondern in felsigen Bereichen wie Alcanada oder in Buchten, die du nur per Boot erreichst. In unserem Schnorchel-Guide für Mallorca findest du die besten Stellen.
6Lokale Gastronomie: wo man wirklich gut isst
Alcúdia hat alles: von Michelin-Stern-Restaurants bis zu Chiringuitos mit fangfrischem Fisch. Was sich aber wirklich lohnt, ist das Suchen nach den Orten, in denen die Einheimischen essen.
In der Altstadt findest du stimmungsvolle Terrassen mit traditioneller mallorquinischer Küche: Tumbet, Frit Mallorquí, Pa amb Oli mit Sobrasada und Arròs Brut. Im Hafen sind die Restaurants in erster Reihe gut für Fisch und Meeresfrüchte, aber oft teurer. Und wenn du etwas Besonderes willst, buche eine Bootstour mit Gastronomie an Bord: lokale Produkte über türkisfarbenem Wasser zu genießen, ist ein Erlebnis, das du nicht vergisst.
Je nach Reisestil: welcher Plan passt am besten zu dir?
Nicht alle suchen im Urlaub dasselbe. Hier sind Empfehlungen je nach Profil:
Wenn du als Familie mit kleinen Kindern reist: Die Playa de Alcúdia ist wegen ihres flachen Wassers perfekt. Kombiniere sie mit s'Albufera (Kinder lieben Tiere) und einer ruhigen Bootstour, bei der sie baden und schnorcheln können. Vermeide schnelle Boote und setze auf stabile Schiffe. Wir haben einen kompletten Guide zu Plänen mit Kindern auf Mallorca.
Wenn du als Paar Romantik suchst: Sonnenuntergang von den Mauern, ein Abendessen in der Altstadt und eine Sunset-Bootstour sind Pflicht. Überlege einen Privattour, wenn ihr absolute Intimität wollt.
Wenn du mit Freunden unterwegs bist und Spaß suchst: Der Hafen von Alcúdia hat Bars und Nachtleben. Tagsüber sind Wassersport, Strand und ein Katamaran mit Musik oft die beste Option.
Wenn du solo reist oder abschalten willst: Alcanada am frühen Morgen, Spaziergänge in s'Albufera und ein klassisches Boot mit wenigen Passagieren. Suche Ruhe – und du wirst sie finden.
Wenn du nur wenige Tage hast und viel sehen willst: Priorisiere Altstadt + Strand an einem Tag, Bootstour am nächsten, und am dritten einen Ausflug zu den schönsten Dörfern Mallorcas. Für Itinerary-Ideen: unser Guide Mallorca in 3 Tagen.
Praktische Tipps für deinen Besuch in Alcúdia
Nach Jahren hier sind das die Tipps, die wir jedem geben:
Transport: Alcúdia liegt ca. 55 km vom Flughafen Palma entfernt (50 Minuten mit dem Auto). Wenn du kein Auto mietest, gibt es Direktbusse – aber ein Wagen gibt dir deutlich mehr Freiheit. Sieh dir unseren Guide an: Wie man sich auf Mallorca fortbewegt.
Beste Reisezeit: Hochsaison (Juli–August) hat das beste Wetter, aber auch mehr Menschen und höhere Preise. Juni und September sind ideal: gutes Wetter, warmes Meer, weniger Andrang. Mai und Oktober sind perfekt, wenn dir Ruhe wichtiger ist als Badetemperatur.
Unterkunft: Port d’Alcúdia hat mehr Leben und liegt nah am Strand. Die Altstadt ist ruhiger und charmanter. Playa de Muro ist top für Familien, die All-inclusive wollen. Mehr dazu im Guide Wo man auf Mallorca übernachtet.
Was mitnehmen: Sonnenschutz (die Sonne knallt), bequeme Schuhe für die Altstadt, immer einen Badeanzug dabei und etwas Bargeld für die Märkte. Wenn du schnorcheln willst, ist eigene Ausrüstung meist besser als Leih-Equipment.
Was Reiseführer nicht erzählen: lokale Geheimtipps
Nach dem Leben hier gibt es Dinge, die man nur mit der Zeit lernt:
Das beste Eis gibt’s nicht an der Promenade, sondern in einer kleinen Eisdiele in der Altstadt. Frag irgendeinen Einheimischen.
Die schönsten Sonnenuntergänge sind nicht vom Strand aus, sondern von den Mauern – oder noch besser: vom Boot mitten in der Bucht, wenn die Sonne hinter der Tramuntana verschwindet.
Der Markt hat zwei Gesichter: Sonntags ist er touristischer und größer, dienstags lokaler und authentischer. Beide lohnen sich – aber es sind unterschiedliche Erlebnisse.
Um Menschenmassen zu vermeiden, geh immer früh los. Um 8 Uhr ist der Strand leer, Buchten per Boot am frühen Morgen sind magisch, und die Altstadt riecht dann nach frischem Kaffee und Brot aus dem Ofen.
Wind kann deinen Tag verändern: Die Bucht von Alcúdia ist nach Norden geschützt, aber bei Levante wird das Meer unruhiger. Check die Vorhersage, bevor du Wasseraktivitäten buchst. Unser Guide zu Wetter und Navigation hilft dir bei der Auswahl des besten Tages.
Alcúdia verdient mehr als einen Tag: warum es sich lohnt zu bleiben
Viele besuchen Alcúdia als Tagesausflug von Palma oder aus ihrem Resort. Und ja: In ein paar Stunden kannst du die Altstadt sehen und baden gehen. Aber Alcúdia versteht man nicht im Schnelldurchlauf.
Das ist ein Ort, an dem man langsam aufwacht, auf einer Terrasse mit Meerblick frühstückt, mit dem Rad nach Alcanada fährt, den Nachmittag in einer versteckten Bucht treibt, abends frischen Fisch im Hafen isst und auf den Mauern spaziert, wenn die Sonne sinkt. Ein Reiseziel, das man in einem anderen Tempo genießt.
Wenn du einen Ort auf Mallorca suchst, der Geschichte, Natur, spektakuläre Strände und dieses Gefühl von Authentizität verbindet (aber trotzdem alles für einen komfortablen Urlaub bietet), ist Alcúdia wahrscheinlich deine beste Wahl.
Und wenn du ein Erlebnis hinzufügen willst, das du immer in Erinnerung behältst, dann reserviere dir einen Tag fürs Bootfahren. Die Bucht vom Wasser aus, das Baden in Buchten, die auf keiner Karte stehen, und das Freiheitsgefühl mitten im Mittelmeer… das kann dir kein Resort geben.
Wir sehen uns auf dem Meer. Wir sehen uns in Alcúdia.














